Gerhard Richter, Retrospektive

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Mit einer umfassenden Retrospektive widmet sich die Fondation Louis Vuitton dem Werk Gerhard Richters

Gezeigt werden Werke aus mehr als sechs Jahrzehnten – von 1962 bis 2025.

Richters Werk ist geprägt von Brüchen, stilistischen Wechseln und einer Befragung dessen, was Malerei leisten kann. Fotorealistische Gemälde stehen neben abstrakten Rakelbildern, graue Farbflächen neben farbintensiven Glas- und Spiegelarbeiten. Die Retrospektive macht deutlich, dass diese Gegensätze kein Widerspruch sind, sondern den Kern von Richters künstlerischer Haltung ausmachen.

Ein Ausgangspunkt der Ausstellung sind die frühen Arbeiten der 1960er-Jahre, in denen Richter begann, Fotografien als Vorlage zu nutzen. Das charakteristische Verwischen der Motive wirkt weniger wie ein Kommentar zur Unzuverlässigkeit von Bildern und Erinnerungen als vielmehr wie ein Hinweis darauf, dass Realität nie eindeutig, sondern stets gefiltert und fragil erscheint.

Im weiteren Verlauf öffnet sich die Ausstellung hin zu Richters abstraktem Werk, das seit den 1980er-Jahren einen immer größeren Raum einnimmt. Die großformatigen Rakelbilder zeigen Malerei als Prozess: Farbschichten werden aufgetragen und teilweise überlagert.

Die Retrospektive umfasst zudem internationale Leihgaben, darunter Werke aus US-amerikanischen Museen. Gezeigt werden unter anderem der Zyklus Oktober 1977 sowie Arbeiten, in denen Richter das Gemälde Tizians in mehreren Varianten malerisch interpretiert.

Die Fondation Louis Vuitton bietet mit ihrer Architektur einen spannenden Rahmen für diese Retrospektive. Die Räume ermöglichen es, die Bandbreite von Richters Werk in Ruhe zu erfassen und die einzelnen Werkgruppen miteinander in Beziehung zu setzen. Deutlich wird dabei, wie sehr sich figurative und abstrakte Arbeiten in einem wechselseitigen Verhältnis stehen, statt sich auszuschließen.
Die Retrospektive ist eine umfassende Rückschau auf Richters Werk, das in den letzten Jahren zunehmend zeichnerisch geprägt ist.

 

Gerhard Richter – Major retrospective at the Fondation Louis Vuitton

Works from more than six decades – from 1962 to 2025 – are on display. The Fondation Louis Vuitton is dedicating a comprehensive retrospective to the work of Gerhard Richter.
Richter’s work is characterized by breaks, stylistic changes, and a questioning of what painting can achieve. Photorealistic paintings stand alongside abstract squeegee paintings, gray areas of color alongside colorful glass and mirror works. The retrospective makes it clear that these contrasts are not a contradiction, but rather form the core of Richter’s artistic approach.
The exhibition begins with Richter’s early works from the 1960s, in which he began to use photographs as models. The characteristic blurring of the motifs seems less like a commentary on the unreliability of images and memories than an indication that reality is never clear-cut, but always appears filtered and fragile.

The exhibition then moves on to Richter’s abstract work, which has taken up an increasingly large space since the 1980s. The large-format squeegee paintings show painting as a process: layers of paint are applied and partially superimposed.
The retrospective also includes international loans, including works from US museums. Among other things, the October 1977 cycle is on display, as well as works in which Richter interprets Titian’s paintings in several variations.
The architecture of the Fondation Louis Vuitton provides an exciting setting for this retrospective. The rooms allow visitors to take in the breadth of Richter’s work at their leisure and to relate the individual groups of works to one another. This makes it clear how much figurative and abstract works are interrelated rather than mutually exclusive.
The retrospective is a comprehensive review of Richter’s work, which in recent years has been increasingly influenced by drawing.

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